Behaglichkeit planen

Thermische Behaglichkeit stellt sich nicht von selbst ein. Sie lässt sich erzielen, wenn geeignete bau- und anlagentechnische Lösungen sinnvoll kombiniert werden. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise zur Einhaltung der thermischen Behaglichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für kostengünstiges Bauen bzw. Modernisieren, optimierte Energieeinsparung und den uneingeschränkten Komfort für die Nutzer in Aufenthaltsräumen von Wohnungen, Büros usw.

Flexibel kombinierbar

Individueller Komfort auf den Nutzer abgestimmt – die Wärmeübergabe ist flexibel kombinierbar, z. B. eine Flächenheizung/-kühlung im Wohnbereich und Heizkörper im Bad für warme Handtücher.

Allgemeine Maßstäbe für thermische Behaglichkeit

Die operative Temperatur (Empfindungstemperatur) bildet den Mittelwert aus der Lufttemperatur und den gemittelten Oberflächentemperaturen des Raumes und ist ein seit Jahren bekannter Maßstab zur Beurteilung thermischer Komfortzustände. Nach EN ISO 7730 wird mit dem PMV-Wert (Predicted Mean Vote) ein mittleres Raumklima durch die Nutzer beurteilt. Daraus folgt der PPD-Wert (Predicted Percentage of Dissatisfied) als zu erwartender Prozentsatz Unzufriedener.

Sehr gute thermische Verhältnisse in einem Raum liegen vor, wenn nicht mehr als 10 % der Raumnutzer unzufrieden sind.

Mehr Komfort

Die optimal platzierte und dimensionierte Wärmeübergabe ist entscheidend, um ein hohes Niveau an Behaglichkeit und Komfort zu schaffen – moderne Heizkörper und Flächenheizungen bzw. Flächenkühlungen erfüllen diese Anforderungen. Untersuchungen haben folgende Wohlfühlkriterien bei Menschen ermittelt: Ein in geschlossenen Räumen normal gekleideter Mensch, mit üblicher körperlicher Betätigung, gibt über 100 Watt Wärme in Form von Strahlung, Konvektion und Verdunstung an die Umgebung ab.

Die meisten Menschen fühlen sich bei einer Raumtemperatur von 20 – 22 °C wohl. Mit zunehmender Lufttemperatur verringern sich die Strahlungs- und Konvektionsanteile. Bei etwa 34 °C findet eine 100%ige Verdunstungskühlung statt. Man schwitzt. Umgekehrt ist Frieren bis zum Zittern das gegensätzliche Extrem der Unbehaglichkeit.

Ein Raum wird als behaglich empfunden, wenn die Differenz zwischen

  • Wandoberflächentemperatur und Raumluft weniger als 4 °C
  • Fuß- und Kopfhöhe weniger als 3 °C
  • Temperaturen verschiedener Raumflächen (Strahlungsasymmetrie) weniger als 5 °C beträgt

Temperatur-Erfahrungswerte für unterschiedlich genutzte Räume:

  • Wohnraum 20 – 22 °C
  • Schlafraum 16 – 18 °C
  • Bad 24 – 26 °C  

Steigerung der Behaglichkeit

Für eine optimierte Wärmeübergabe bzw. Kühlung und den damit verbundenen, individuellen Temperaturkomfort sprechen moderne Heiz- und Kühlsysteme. Träge und alte Heizkörper mit großen Wassermengen können nicht so schnell reagieren wie moderne Heizkörper oder eine Flächenheizung/-kühlung. Außerdem unterstützen diese modernen Systeme die Effizienz der Brennwerttechnik und erneuerbarer Energien bei der Modernisierung und im Neubau. Gleichzeitig werden wichtige Ressourcen geschont und der CO2-Ausstoß minimiert.

Gute Gründe und ein großes Marktpotenzial für die Zukunft. Mit mehr Transparenz und Handlungssicherheit für den Planer und Heizungsbauer.

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